DER UMWELT ZU LIEBE

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Tankstelle

Man vergisst gerne schnell, wofür Tankstellen bisher gut waren. Der neue Zweck sieht ein wenig anders aus. Wer daran denkt sein Elektro-Auto zu "betanken" bzw. zu laden, der liegt zumindest zurzeit noch falsch. Sollte es in der Zukunft möglich sein, Akkus innerhalb weniger Minuten aufzuladen, dann könnten die Tankstellen wieder ihrem Namen gerecht werden.

Für den Elektromobilisten bleiben alle anderen Gründe, eine Tankstelle zu besuchen, übrig. Das wären zum Beispiel der Erwerb von:

- frischen Brötchen mit Benzol-Geschmack
- Ersatzleuchtmitteln
- Bier
- und das Wichtigste DRUCKLUFT für die Reifen.

Wenn man also regelmäßig kostenlos Luft tankt, dann sollte dabei nicht vergessen werden, dem Tankwart einmal wieder in die Augen zu sehen.

Allerdings gibt es nun auch mehr und mehr Stellen wo man unabhängig von Tankstellen Strom erhalten kann. Die EVUs sind fleißig dabei sogenannte Ladestationen einzurichten. Die Bezahlung ist alles andere als einheitlich gelöst. Aber wer das Zwischentanken nötig hat, muss sowieso viel Zeit mitbringen. Da fällt es nicht ins Gewicht, wenn man vorm Laden ein wenig Lesen, Telefonieren und Simsen muss. Außerdem gibt es unterschiedliche Steckvorrichtungen. Mein Smart Roadster hat zum Netz hin einen ordinären Schuko-Stecker. Eine 230V-Steckdose, die mit 16 A abgesichert wurde, ist also völlig ausreichend. Ein weiterer Wermutstropfen ist sicher der jeweilge Preis für eine kWh. Sicher wird sich hier in den nächsten Wochen bis Jahren noch viel bewegen. Aber zurzeit muss man von hier dem ca. 3- bis 4-fachen Preis gegenüber der Nutzung des privaten Stroms (ca. 25 Cen/kWh) ausgehen.

Deshalb gilt für mich, wie wahrscheinlich für viele Andere auch, immer genug Energie im Akku zu haben, um zuhause "tanken" zu können, bzw. nicht zu weit weg zu fahren.

Das "Tanken" bzw. Laden zuhause sieht folgendermaßen aus:

 

Im Prinzip kann jede beliebige Schuko-Steckdose zum Laden genutzt werden. Wo ein Föhn betrieben werden kann, dort kann auch das Auto geladen werden. Sobald das Stromkabel mit dem Wagen verbunden ist, beginnt der Ladevorgang. Er endet damit, dass der Stecker wieder gezogen wird. Selbst wenn der Wagen voll geladen wurde, wird vom Ladegerät (im Wagen verbaut) immer wieder versucht, verlorengegangene Ladeverluste (im Winter mehr als im Sommer) durch Nachladung auszugleichen. Außerdem könnte man so auch beispielsweise die Heizung bereits rechtzeitig vor dem Losfahren starten, ohne dass extreme Ladeverluste entstehen.

Ich jedoch habe mir eine primitive "Ladestation" gebaut.
Vorteile:
- Steckdosen im Carport inkl. Ladestation und Beleuchtung sind über einzelne Automaten gesichert und zu- bzw. abschaltbar.
- Ladestation kann komplett ein- und ausgeschaltet werden.
- Ladevorgang wird per Taster gestartet (Relais schaltet Ladestrom).
- Ladevorgang läuft nur während der "programmierten" Zeit.
Danach ist das Ladekabel spannungsfrei und niemand kann z.B. am Tage einfach Strom entnehmen.
- Überwachung des Ladevorgangs durch integrierten digitalen Stromzähler.

 
 

Passend zu dem Thema hier:
Bericht zur 1. E-Tankstelle in Glinde, als pdf-Datei zum Download. [7MB]